Desinfektion und Gebäudereinigung

5. Oktober 2010 0 By admin
Desinfektion im Krankenhaus

Desinfektion im Krankenhaus - © kurtmader by pixelio.de

Die Desinfektion gehört zu den anspruchsvollsten und verantwortungsvollsten Aufgaben eines Gebäudereinigers, da jede Verunreinigung auch gleichzeitig Träger von Krankheitskeimen und Verursacher von Infektionen sein kann. In sensiblen Bereichen wie zum Beispiel im Krankenhaus muss diese Gefahr ausgeschlossen werden. Meistens fordert der Auftraggeber sogar eine Kontrolle der Arbeit in Form eines bakteriologischen Nachweises gemäß der Hygiene-Verordnung, welcher auch Abklatschtest genannt.

Was ist Desinfektion?

Spricht man von Desinfektion, so meint man die Reinigung und Keimreduktion von Gegenständen oder am Menschen. Laut Definition ist mindestens eine Keimreduktion um den Faktor 105 zu erreichen. Totes oder lebendiges Material soll dabei in einen Zustand versetzt werden, in dem es nicht mehr infizieren kann. Noch gründlicheren Schutz vor Keimen bietet nur eine Sterilisation. Diese ist jedoch deutlich aufwendiger und kann nur auf Gegenstände angewendet werden, welche in eine Sterilisationsanlage passen.

Wo wird Desinfektion benötigt?

Neben der Krankenhaus- und Laborreinigung wird Desinfektion in immer mehr Bereichen gefordert. So zum Beispiel in Arztpraxen, im Fitness-Center, in Sonnenstudios oder in Bädern. Ein großer Teil der Reinigungsarbeiten mit Desinfektionsmitteln fällt aber auch bei Betrieben der Lebensmittelindustrie an. Gerade in diesen Unternehmen finden Bakterien, Pilze und Viren optimale Lebensbedingungen durch organische Verunreinigungen sowie Feuchtigkeit und Wärme vor. Da eine Kontaminierung des Produkts schwerwiegende Folgen, wie eine Lebensmittelvergiftung haben kann, sind diese Betriebe auf eine professionelle Reinigung angewiesen. Der Gebäudereiniger muss nicht nur sehr gründlich reinigen und desinfizieren, er trägt dabei auch eine große Verantwortung. Ist die Reinigung nicht gründlich siedeln sich zum Beispiel an Türgriffen oder Sanitäranlagen Keime an. Diese werden durch menschlichen Kontakt weitergetragen und verbreitet. Oft siedeln sich zwar nur relativ harmlose Bakterien an, die Erkrankungen wie Erkältung oder Durchfall hervorrufen können. Da in einem Krankenhaus jedoch die meisten Menschen bereits geschwächt sind, kann auch dies schlimme Folgen haben. Die häufigsten Krankenhausinfektionen, die durch die Keime entstehen können, sind Lungenentzündung, Blutvergiftung, Harnwegsinfektion und Wundinfektion. Sie machen, laut Expertenschätzung, rund 80 Prozent der Infektionen aus. Eine professionelle Reinigung und Desinfektion von geschultem Fachpersonal ist daher unabdingbar. Um eine Kontaminierung zu verhindern ist außerdem eine tägliche Desinfektion notwendig.