Die Bekämpfung von Schimmel bei der Gebäudereinigung

1. Oktober 2010 0 By admin

Schimmelbefall ist nicht nur ein optisches Ärgernis. Er kann auch gesundheitsschädliche Folgen haben. Neben der Geruchsbelästigung ist mit allergischen Reaktionen und Vergiftungen durch Schimmel zu rechnen. Im schlimmsten Fall können Schimmelpilze sogar Körpergewebe zerstören. In Bürogebäuden mit Klimaanlagen stellt Schimmel insofern eine Gefahr dar, dass die Sporen dort durch die Umwälzung der Luft im gesamten Gebäude verteilt werden.

Schimmel lässt sich leicht vermeiden

Schimmel an der Wand

Schimmel an der Wand - © agentsmith by stock.xchng

Laut einer Untersuchung der Universitätsklinik Jena ist etwa jeder zehnte Haushalt von Schimmelbefall betroffen. Andere Quellen geben sogar Werte von mehr als 30 Prozent aller Haushalte an. Im Kampf gegen Schimmel stellt die Vorbeugung einen entscheidenden Faktor dar. Schimmelsporen befinden sich fast überall: Sie sind im Boden zu finden, so auch in der Erde von Zimmerpflanzen, im Hausstaub und sogar auf der Haut. Bei normaler Luftfeuchtigkeit ist das eher unproblematisch. Schimmel liebt feuchte Luft, kalte Oberflächen und benötigt für seine Ausbreitung eine konstante Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 Prozent. Er kann also am besten ferngehalten werden, indem man regelmäßig lüftet, wodurch es zu Temperaturschwankungen kommt und die Feuchtigkeit im Raum gesenkt wird.

Die Beseitigung von Schimmel

Sollten trotz aller vorbeugenden Maßnahmen doch kleinere Bereiche von Schimmel befallen worden sein, empfiehlt das Bundesumweltamt den Einsatz einer Mischung aus 3% Salizylsäure und 97% Alkohol. Mit dieser Lösung wird die betroffene Stelle dreimal täglich abgetupft. Für die sichere Entfernung größerer Flächen sollte unbedingt ein Fachmann hinzugezogen werden. Der Facility Manager muss sich mit dem zuständigen Hausmeister abstimmen, ob dieser das Problem im Rahmen der Gebäudereinigung selbst in den Griff bekommt oder ob eine professionelle Schimmelsanierung notwendig ist.

In keinem Fall sollte Schimmel trocken mit dem Besen beseitigt werden, da sich sonst die gesundheitsgefährdenden Sporen in der Luft verteilen und sogar in die Lunge gelangen können. Der Einsatz von Mundschutz, Brille und Schutzhandschuhen ist ratsam.