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Du bist hier: Startseite » Fassadenreinigung, Industriereinigung, Reinigungsmethoden » Hochdruckreinigung – Mit Druck gegen hartnäckige Verschmutzungen an der Fassade

Wer starke Schmutzablagerungen an der Fassade loswerden möchte, wird sich kaum mit einem normalen Gartenschlauch behelfen können. Lesen Sie hier bei Gebäudereinigung-Ratgeber.de, welcher Mittel sich die Hochdruckreinigung bedient und wie sie weiterführende Schäden an der Bausubstanz vorbeugen kann.

Die Hochdruckreinigung lässt Ihre Fassade wieder in neuem Licht erscheinen. Der Werterhalt spiegelt sich nicht nur im Aussehen wieder, auch bauliche Schäden können so verhindert werden. © Peter Röhl / pixelio.de

Das erste, woran Sie bei einer gründlichen Reinigung denken, ist zweifelsohne Wasser. Mit genügend Schrubben und dem Einsatz von Reinigungsmitteln können Sie sich im Alltag gegen die meisten Verschmutzungen behaupten. Anders sieht es da jedoch bei der Fassadenreinigung aus. Industriell verwendet man hier in den meisten Fällen einen Hochdruckreiniger. Dieser bietet effektiven Schmutzabtrag, doch Vorsicht: nicht jede Fassade eignet sich für dieses Verfahren!

Hochdruckreinigung von Schmutz aller Art?

Von ungewolltem Graffiti, Rost, Vogelkot und Schimmelpilzen bis hin zur Bildung von Algen, Flechten und Moos – an der Fassade eines Gebäudes sammelt sich eine Vielzahl an Verschmutzungen. Nicht nur der Ästhetik wird hier ein Strich durch die Rechnung gemacht, auch wird der allgemeine Verfall der Bausubstanz beschleunigt. Der Werterhalt des Gebäudes steht also an erster Stelle.

Drastischer wird es bei atmosphärischen Luftschadstoffen. Sämtliche Schadstoffe, die sich in der Luft befinden, lagern sich durch Regen und Verdunstung an der Fassade ab. Insbesondere Schwermetallverbindungen wie Blei, Kupfer, Zink und Cadmium sowie bauschädliche Salze lagern sich in den kleinen Steinporen ab und verkleben diese. Neben einer hässlichen Verkrustung und Schäden an Ihrem Gebäude, hat dies außerdem eine Minderung der Dampfdiffusionsleistung zur Folge. Damit Ihre Fassade wieder atmen kann, müssen diese Schadstoffe per Hochdruckreiniger entfernt werden.

Sollten Sie sich privat einen Hochdruckreiniger angeschafft oder einen solchen gemietet haben, dann machen Sie sich nicht blind ans Werk. Informieren Sie sich über die Druckleistung Ihres Hochdruckreinigers und stellen Sie sicher, ob Sie nicht auch mit weniger kraftvollen Reinigungsmitteln das gleiche Resultat erreichen könnten. Besonders bei Algen- oder Moosablagerungen bieten sich zumeist bessere Methoden an, welche den Untergrund vor bleibenden Schäden schützen. Sollte die Verschmutzung Ihrer Fassade anders nicht effektiv zu entfernen sein, dann empfehlen wir Ihnen, sich an ein professionelles Unternehmen zu wenden, dessen Fachleute sich genauestens mit der Beschaffenheit der Bausubstanz und des Schmutzes auskennen und entsprechend mit den richtigen Mitteln vorgehen können. Eine ähnliche Methode der Fassadenreinigung bietet das Sandstrahlen.

Voraussetzungen für die richtige Hochdruckreinigung

Fassaden weisen viele Unterschiede hinsichtlich ihrer Materialzusammensetzung, Oberflächenstruktur und Verwitterungszustände auf und sind somit chemisch und mechanisch unterschiedlich belastbar. Ein Hartbrandklinker ließe sich problemlos mit 200 bar hochdruckreinigen, während bei verwittertem Sandstein schon bei relativ niedriger Bar-Zahl ein hoher Substanzverlust zu erwarten wäre. Der Reinigungsprofi hat somit eine Reihe an Kriterien zu beachten, bevor er eine bestimmte Reinigungsmethode in Betracht ziehen kann:

  • Verwendete Baustoffe
  • Bauweise der Fassade (massiv oder Vorhangfassade)
  • Erkennbare Schäden (Verwitterung, Feuchtigkeitsschäden, Risse und Fehlstellen)
  • Bauteile, die zu schützen sind (Fenster, Blech)
  • Entsorgungsmöglichkeiten des Schmutzwassers

Ein Fachmann für Fassadenreinigung weiß um die durchaus bestehenden gesundheitlichen und umweltgefährdenden Risiken der Benutzung von Hochdruckreinigern. Sollten Sie selbst Ihre Fassade hochdruckreinigen, achten Sie darauf, den Strahl nicht direkt auf nackte Haut zu richten und seien Sie sich der Wirkung eventuell verwendeter Reinigungsmittel bewusst. Das Schmutzwasser darf nicht unkontrolliert in den Erdboden sickern und auch nicht in Oberflächengewässer einlaufen. Wurden Reinigungsmittel benutzt, so muss das Abwasser zunächst neutralisiert werden, bevor es abgeführt werden kann!

Anpassungsfähige Hochdruckreinigung

Die Fassade Ihres Gebäudes hat, wie soeben beschrieben, ihre Eigenheiten und kann sich durchaus von der Fassade des Nachbarhauses unterscheiden. Das Reinigungsverfahren muss also durchweg eines sein: anpassungsfähig. Druck, Wassermenge, Temperatur und Reinigungsmittel können beim Hochdruckreiniger, wie bei kaum einer anderen Reinigungsmethode, den jeweiligen Anforderungen des Materials genauestens angepasst werden.

Der Wasserdurchsatz ist hierbei entscheidend. Auf dem Markt wird bei Billigangeboten oft mit hohem Druck geworben, während ein letztlicher Wasserdurchsatz von acht Litern pro Minute sehr gering ist. Das Wasser zerstäubt hier nach dem Austreten aus der Pistole des Hochdruckreinigers – Sie müssten somit den Abstand zu der zu reinigen Fläche verringern und bräuchten länger für den Reinigungsprozess. Eine hohe Wasserdurchsatzrate garantiert einen effektiven Schmutzabtrag und eine hohe Schwemmwirkung. Sollten Sie sich privat einen Hochdruckreiniger anschaffen wollen, informieren Sie sich am besten über die für Ihren Einsatz geeignete Bar-Zahl und behalten Sie ein Auge auf die angegebene Wassermenge pro Stunde.

Grundsätzlich sind Heizwassergeräte von Vorteil. Bei entsprechenden Modellen wird das durchgezogene Wasser durch einen eingebauten Brenner erhitzt. Die Hochdruckreinigung mit Wasser von 80° Celsius reduziert die Reinigungszeit um bis zu 40 Prozent und bietet noch weitere praktische Vorteile: Garantiert werden ein schnelleres Abtrocknen und eine verkürzte Wartezeit bis zur Weiterbehandlung der Fassade. Auch herrscht geringerer Bedarf an Reinigungsmitteln, was sich positiv auf die Umweltbelastung auswirkt und die Entsorgung des Abwassers deutlich vereinfacht, da das Abwasser nicht noch neutralisiert werden muss.

Eine Besonderheit bilden hier Hochdruckreiniger mit Dampfstufe. Der heiße Dampfsprühstrahl kommt bei sehr druckempfindlichen oder besonders beschädigten Fassadenoberflächen zum Einsatz und geht hauptsächlich Verschmutzungen mit hohem Schmelzpunkt zu Leibe. Der Dampfreiniger spritzt nicht zurück und ist außerdem sparsamer im Wasser- und Reinigungsmittelverbrauch.

Fazit

Der Hochdruckreiniger bietet eine einfache und vor allem auch effektive Methode, eine Fassade zu reinigen und diese im Wert zu erhalten. Genaue Kenntnisse über die Oberflächenstruktur und Baumaterialien der Gebäudewand sind jedoch Voraussetzung, um sich problemlos der Verschmutzungen zu entledigen. Die falsche Verwendung von besonders kräftigen Hochdruckreinigern kann dazu führen, dass sich die Fassadenoberfläche aufraut oder diese gar gänzlich zerstört wird.

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