Rasenmähen – Unterschiede der Geräte

18. Oktober 2010 0 By admin
Rasenmähen

Rasenmähen - © schauhi by pixelio.de

Man kann die Geräte zum Rasenmähen auch nach der Anordnung der Messer unterscheiden in den Spindelmäher, den Sichelmäher und den Balkenmäher. Letzterer kommt allerdings meistens in der Landwirtschaft zum Einsatz, oder wenn mehr als nur ein feiner Rasen gemäht werden muss. Beim Balkenmäher wird ein Balken mit einer Reihe keilförmiger Messer über einem zweiten, feststehenden Balken hin- und herbewegt. Der Aufbau gleicht etwas dem einer überdimensionierten Haarschneidemaschine. Ein großer Vorteil des Balkenmähers ist, dass er auch sehr hohes Gras schneiden kann und gut im unwegsamen Gelände zurechtkommt.

Im Landschaftsbau, bei der Rasenpflege öffentlicher Grünflächen oder im privaten Bereich dominieren aber Maschinen, die nach dem Spindel- oder Sichelprinzip arbeiten. Spindelmäher arbeiten nach dem Scherenprinzip, die rotierende Spindel schneidet das Schnittgut also gegen ein feststehendes Untermesser. Das Rasenmähen mit diesen Geräten garantiert aber eine hohe Schnittqualität. Daher kommen bei der Pflege von Sportanlagen tendenziell nur diese Maschinen zum Einsatz. Sichelmäher trennen das Gras durch horizontal rotierende Messer ab. Je nach Ausführung kommen mehrere Messer oder angeschliffene Messerbalken zum Einsatz. Da es jedoch kein Gegenmesser gibt, schlägt der Sichelmäher das Gras beim Rasenmähen mehr ab, als er schneidet. Hierunter leidet natürlich die Schnittqualität. Große, in der Landwirtschaft eingesetzte Sichelmäher mit beweglichen Messern heißen Kreiselmäher.

Rasenmähen – für jeden das richtige Gerät

Für den Einsatz im eigenen Garten kommen eigentlich nur zwei Gerätearten in Frage. Bei sehr kleinen Grünflächen reicht ein handbetriebener Spindelmäher vollkommen aus. Moderne Ausführungen erleichtern das Rasenmähen durch eine elektrisch angetriebene Spindel. Bei größeren Flächen empfiehlt es sich auf einen Sichelmäher zurückzugreifen. Diese Bauart bestimmt heutzutage den Markt für den Heimgebrauch. Der Umwelt zuliebe sollte man den Elektroantrieb bevorzugen, auch wenn die Länge des Stromkabels die Einsatzfläche eines Elektrogeräts einschränkt. Denn die Schadstoffbilanz von Benzinmähern ist auch heute noch so schlecht wie die eines Autos aus den dreißiger Jahren.

Ein Radantrieb ist nur sinnvoll, wenn keine ebenen Flächen gemäht werden müssen oder das Gerät extrem schwer ist. Motorisierte Spindelmäher findet man eigentlich nur noch beim Rasenmähen im professionellen Bereich. Diese Kombination kommt nur noch bei teuren Rasentraktoren und Aufsitzmähern zum Einsatz. Sie sind aber bestens für die Pflege von Sportanlagen oder großen öffentlichen Grünflächen geeignet.